Hamburg (24.03.2017) - Vor 60 Jahren, am 25. März 1957, wurden die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft unterschrieben und ein wichtiger Grundstein für die Europäische Union (EU) gelegt.

 Eine internationale Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeigt, die Bürger weltweit sehen Grund zum Feiern dieses Jubiläums: die Hälfte (53%) der Befragten denkt, die EU habe Europa stärker gemacht. In Deutschland stimmt jeder Zweite (50%) dieser Aussage zu. Gleichzeitig sind die Europäer unsicher, hinsichtlich der Zukunft: 57% der Befragten in neun EU-Ländern fürchten, die EU befinde sich auf dem falschen Weg. Auch in Deutschland sieht das knapp die Hälfte (45%) der Bürger so - ein Drittel (32%) glaubt jedoch auch, sie steuere in die richtige Richtung.

Ist die EU ein Erfolg?

Ein Drittel (34%) der Menschen weltweit urteilt, dass das europäische Projekt in den letzten 60 Jahren mehr Erfolge als Niederlagen verbuchen konnte. In Europa beurteilen die Briten (40%), Polen (40%) und Deutschen (39%) die vergangenen Jahre am positivsten. In Belgien (36%) und Italien (36%) denken dagegen mehr Menschen, die Niederlagen überwiegen die Erfolge als umgekehrt.

Europa auf dem falschen Weg?

In den meisten befragten europäischen Staaten denken mehr Menschen, die Zugehörigkeit zur EU habe die Auswirkungen der Wirtschaftskrise verschlimmert, nicht verbessert. In Italien (50%), Frankreich (48%) und Belgien (48%) glaubt das sogar knapp die Hälfte der Befragten. 

In Deutschland (28%) sind es knapp drei von zehn.

Blick in die Zukunft

Zwei Drittel (65%) der Europäer denken, die Länder in Europa sollten zukünftig enger zusammenarbeiten, um illegale Einwanderungen einzudämmen. Ebenso viele Befragte (64%) meinen, die Länder der EU sollten den Strom an Flüchtlingen reduzieren, indem sie helfen die Konflikte in deren Heimatländern zu beenden.

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